Programm


 
2. Februar 2018 (Freitag)
10:00 Uhr
München,
Bayerische Vermessungsverwaltung, Alexandrastraße 4

Ausstellung: "Von der Messlatte zur Antenne"

In Ergänzung zum Vortrag von Wolfgang Blum im letzten Jahr in Beilngries bietet die DOLINA Gesellschaft für Landeskunde eine Exkursion in die Ausstellung der Vermessungsverwaltung an.

Die sehenswerte vermessungshistorische Ausstellung gibt Einblick in die über 200-jährige Geschichte der Vermessung in Bayern. Welche Rolle spielte Napoleon bei der ersten landesweiten Vermessung Bayerns und welche großen technischen Herausforderungen mussten dabei bewältigt werden? Der Besucher lernt die Bedeutung von Grundlagenvermessung und Kataster für das moderne Staatswesen kennen und erhält einen Eindruck vom Arbeitsalltag des Vermessers. Eine Vitrinenreihe zeigt die Entwicklung von Längenmaßen und Vermessungsinstrumenten seit 1800. Den Urvätern der bayerischen Vermessungsgeschichte ist ein besonderer Raum gewidmet: Fraunhofer, Reichenbach, Schiegg, Senefelder, Soldner, Utzschneider.

Auch das denkmalgeschützte, weltgrößte Lithografiesteinarchiv mit über 26.000 Druckplatten aus Kalkstein, die bis ins 20. Jahrhundert hinein zur Verfielfältigung und Fortführung von Plänen und Karten verwendet wurden, eine druckhistorische Werkstätte mit historischen Druckpressen und die größte, noch im Einsatz befindliche Zweiraum-Reproduktionska sind im Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung untergebracht; sie können nach Voranmeldung besichtigt werden. Das historische Gebäude dient auch als Galerie: Seit 1997 sind regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen zu besichtigen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen besteht die Möglichkeit, das BMW-Museum zu besuchen.

Eintritt: Museum Bayerische Vermessungsverwaltung frei, BMW-Museum 10 Euro.
Mit Wünschen und Angeboten von Fahrgemeinschaften wenden Sie sich bitte an 09441 2531 (Weida), 08464 416 (Faltermeier) oder info@dolina.de.

Foto: Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung

 
17. Februar 2018 (Samstag)
19:00 Uhr
Parsberg
Neuer Burgsaal der Burg, Burgstr. 22

Wupper-Trio: "Von Klassik bis Tango"
Konzert im Rahmen der Konzertreihe "Parsberger Burgklassik"

Sayaka Schmuck - Klarinette
Malwina Sosnowski - Violine und Viola
Benyamin Nuss - Klavier

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Trio op. II B-Dur 498 "Gassenhauer-Trio" für Klarinette, Viola und Klavier
Jules Massenet (1842-1912): Meditation für Violine und Klavier
Max Bruch (1838-1920): Aus "Acht Stücke" Op. 83 für Klarinette, Viola und Klavier

Nr. 6 g-Moll Nachtgesang
Nr. 7 H-Dur Allegro vivace, ma non troppo
Astor Piazzolla (1921-1992): "Vier Jahreszeiten" für Violine, Klarinette und Klavier

Das junge Trio bietet feinste Kammermusik auf höchstem Niveau in einer außergewöhnlichen Besetzung. Aufgrund der virtuosen Beherrschung ihrer Instrumente , verbunden mit inniger Liebe zur Kammermusik, verzaubern die drei preisgekrönten Musiker immer wieder ihr Publikum mit ihrem reizvollen Programm. Das Trio zeichnet sich durch sprudelnde Spielfreude, magischen Dialog und homogenes Zusammenspiel aus und führt charmant durch das Konzert. Sayaka Schmuck war bis vor kurzem Klarinettistin im NDR Hannover, Malwina Sosnowskigehört zu den profiliertesten Solistinnen der Schweiz und Benyamin Nuss ist international solistisch unterwegs und vor allem für seine Videospielmusik-Interpretationen bekannt. Er ist sowohl in der Klassik als auch im Jazz zu Hause.

Eintritt: 17,- € Vorverkauf, 20,- € Abendkasse, 12,- € Schüler, Auszubildende, Studenten
Reservierung: ADILO-Büro (Tel. 09492/600970 oder 0151/55024031, Mail info@adilo-bayern.de)

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Parsberg statt.


Fotos: Studioline Photography

 
3. März 2018 (Samstag)
19:00 Uhr
Riedenburg
Haus des Gastes, Marktplatz 1

Dr. Monika Raml: "Sprache im Fluss - ein Dialektprojekt im Altmühl-Jura-Raum

Dr. Raml hat von 2010 bis 2012 an der Universität Eichstätt das Projekt Sprache im Fluss mit vielen Aktivitäten geleitet, dabei Dialektkenntnisse und -prestige in der Regeion erforscht und neue Impulse für den schulisch-öffentlichen und privaten Umgang mit Dialekt gegeben. Das Projektteam hat unter ihrer Leitung rund 8000 Dialektsprecher aus der Altmühl-Jura-Region befragt. U.a. gab es einen Literaturwettbewerb, aus dem ein Sammelband mit Ortssagen von Altmannstein bis Walting entstanden ist. Außerdem wurden ein Kinderreiseführer und Stadtführungen im Dialekt entwickelt und die Bereiche Musik, Kunst und Theater sowie Poetry-Slam für den Dialekt ausgelotet. Anhand des Audio-Sprachatlas Altmühl-Jura wird die Referentin die dialektale Vielfalt der Region aufzeigen. Er ist online unter http://sprachatlas.ku.de abrufbar.

Eintritt frei.

Foto: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

 
15. März 2016 (Donnerstag)
19:00 Uhr, Kelheim, Deutscher Hof, Alleestraße 21

Dr. Anke Borgmeyer:
"Gulbransson in Kelheim" - Anmerkungen zum evangelischen Kirchenbau der Nachkriegszeit in Bayern


Der früh verstorbene Architekt Olaf Andreas Gulbransson (1916-1961) prägte den evangelischen Kirchenbau der Nachkriegszeit in Bayern maßgeblich. Sein baulicher Nachlass ist als Gesamtkunstwerk anzusprechen. Die direkten Nachkriegsjahre bis etwa 1950/1955 standen auch beim evangelischen Kirchenbau überwiegend noch im Zeichen von Wiederaufbau, Reparatur und Notkirchen-Programmen. Gulbransson trat ab den 1950er Jahren als Architekt hervor. Gleich mit seinem ersten Kirchenbau, der Christuskirche in Schliersee (1953/54), machte er auf sich aufmerksam. Er vermisste ein "Leitbild" für den evangelischen Kirchenbau der Nachkriegszeit und entwickelte daher frü eigenständige Lösungen. Kelheim ist der einzige Ort mit zwei nach Entwürfen Gulbranssons errichteten Kirchen, St. Markus, und seinem einzigen Rundbau, St. Lukas.
Dr. Borgmeyer, wissenschaftliche Referentin des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, ist zuständig für die Führung der Denkmalliste in Niederbayern und der südlichen Oberpfalz.

Eintritt frei

Veranstaltung in Kooperation mit der Kelheimer Touristik-Initiative und der Initiative "Freunde der Lukaskirche".

Foto: Siegfried Lindner

 
Hinweis:
22. April 2018
(Sonntag)

15:00 Uhr, Schellenberg, Enkering, Gemeinde Kinding
Treffpunkt: Parkplatz oben auf dem Berg, Zufahrt Straße Am Schellenberg zwischen Kirche und Pfarrhof.

Rundwanderung mit Kreisheimatpfleger Dr. Karl Heinz Rieder auf dem archäologischen Lehrpfad "Vorzeitfestung Schellenburg"

Hauptattraktion ist die sehr gut erhaltene Abschnittsbefestigung der Urnenfelderzeit, ein bedeutendes Bodendenkmal. Im 9. Jahrhundert v. Chr. war der Schellenberg besiedelt. Die Befestigung war durch mächtige Wehrmauern geschützt. Noch heute sind beeindruckende Reste davon zu sehen. Die im Herbst 2017 erneuerten acht Informationstafeln des Lehrpfads geben Aufschluss über die Funktion der Befestigung, über den damaligen Entwicklungsstand von Siedlungswesen und Hausbau, über Kleidung und Ernährung, Bewaffnung, Handwerk und Handel, Religion und Bestattungswesen. Die neuen Tafeln enthalten Fotos von Originalfunden aus Anlauter- und Altmühltal und Begleittexte auf dem neuesten Forschungsstand.
Bitte auf festes Schuhwrk achten. Dauer der Führung ca. eineinhalb Stunden.

Dr. Rieder wird anschließend auf die Kirche von Enkering eingehen, die wie die Kirche von Kinding von einem Wehrkirchhof umgeben ist, und die interessante Frühgeschichte des Ortes erläutern. Zum Ausklang bietet sich eine Brotzeit im gemütlichen Gasthof Zum Alten Wirt am Fuß des Schellenbergs, am Ufer der Anlauter an.

Führung gratis

Mit Wünschen und Angeboten von Fahrgemeinschaften wenden Sie sich bitte an 09441 2531 (Weida), 08464 416 (Faltermeier) oder info@dolina.de.

Foto: Dr. Karl Heinz Rieder

 
Gedanken zum Jahreswechsel

Für die Vorstandschaft der DOLINA war das Jahr 2017 ein sehr arbeitsreiches und spannendes Jahr. Neben der alljährlichen Programmerstellung war die leider immer noch nicht gelöste Frage nach einer gültigen Satzung ein beherrschendes Thema. Dies wird uns wohl auch 2018 noch eine Weile beschäftigen. 2017 endete auch die Amtsperiode der bisherigen Vorstandschaft, so dass bei der Barbarafeier eine neue Vorstandschaft gewählt wurde. Ich möchte die Gelegenhet nutzen, mich bei meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen für das Engagement und die geleistete Arbeit in den letzten Jahren sehr herzlich zu bedanken. Mit der neu gewählten Vorstandschaft, bestehend aus dem 1. Vorsitzenden Friedrich Loré, der 2. Vorsitzenden Dr. Gudrun Weida, dem Schatzmeister Rupert Faltermeier, der Schriftführerin Michaela Mallmann sowie dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit Willibald Kessler und den Beisitzern Dr. Jutta Göller, Dr. Thomas Feuerer und Professor Anton Zacherl kann der Verein zuversichtlich in das Neue Jahr 2018 blicken.
Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, mich bei allen Besuchern der Veranstaltungen des vergangenen Jahres und vor allem bei allen Mitgliedern und Freunden der DOLINA für die teils langjährige Treue zum Verein zu bedanken. Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Neues Jahr 2018 und freue mich darauf, Sie bei den nächsten Veranstaltungen der DOLINA begrüßen zu können.

Nachruf Heinz Barth

Mit großer Bestürzung und Trauer musste die DOLINA im Sommer 2017 die Nachricht vom Tod ihres ältesten Mitglieds Heinz Barth, Riedenburg, im Alter von 105 Jahren zur Kenntnis nehmen. Heinz Barth war seit Gründung der DOLINA Vereinsmitglied und nahm noch bis ins hohe Alter an den Aktivitäten des Vereins regen Anteil. Vereinsmitgliedern und Vorstandschaft ist Heinz Barth als sehr interessiertes Mitglied mit vielseitigen Aktivitäten in Erinnerung.
Historische und regionalgeschichtliche Themen bildeten einen Schwerpunkt, aber auch kunsthistorische und künstlerische Veranstaltungen beehrte er häufig mit seinem Besuch. In den anschließenden Diskussionen und Gesprächen zeigten sich seine Weltläufigkeit, Bildung und Belesenheit sehr deutlich. Hin und wieder ließ Heinz Barth auch seinen schelmischen Witz durchblitzen. Eine Unterhaltung mit dem älteren Gentleman war für die Gesprächsteilnehmer immer eine Bereicherung, wusste er doch durch seine freundliche Art, sein außerordentliches Allgemeinwissen und seine weitgespannten Interessen seine Gesprächspartner zu fesseln.
Wir bedauern den Tod von Heinz Barth sehr. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Ehrung für DOLINA-Mitglied Ottokar Wagner

Für seine Verdienste um die Stadt Greding als ehrenamtlicher Stadtchronist von 1991 bis 2006, als Mitbegründer des Kultur- und Heimatvereins, als Verfasser von kulturhistorischen Beiträgen und als Dichter wurde unserem langjährigen Mitglied Ottokar Wagner die Goldene Stadtmedaille verliehen. Wir gratulieren herzlich zu dieser Ehrung.

gez. Friedrich Loré, 1. Vorsitzender der DOLINA Gesellschaft für Landeskunde e.V.